Geschichtswerkstatt Merseburg
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Ausstellung: Treblinka - Hölle auf Erden in der Gedenkstätte feierlich eröffnet

Am Gedenkort im Lagergelände treffen sich nach der Eröffnung fast einhundert Jugendliche aus Mazowien und dem Saalekreis
Am Gedenkort im Lagergelände treffen sich nach der Eröffnung fast einhundert Jugendliche aus Mazowien und dem Saalekreis

Rede von Laura Wölbing (Ehemals Schülerin am Burg-Gymnasium-Wettin) zur Eröffnung der Ausstellung in Treblinka am 13.9.2018.

 

Auch ich möchte Sie herzlich willkommen heißen hier bei unseren Partnern der Gedenkstätte Treblinka.

Im Jahr 2016 fuhren 20 Schülerinnen und Schüler mit 2 Pädagogen in Begleitung von Herrn Peter Wetzel und Herrn Dr. Sulek als 1. Schule aus dem Saalekreis in die Gedenkstätte Treblinka.

Die Zielstellung lautete vergangene Geschichte aufarbeiten und aufzuklären, um in der gegenwärtigen Zeit Haltung zu beweisen, in welcher Demokratie verstärkt geübt werden muss.

Unsere Aufarbeitung spiegelte sich in der Ausstellung „Vergessenes Treblinka“ wieder.

Diese stand bereits für 4 Wochen im „Gewölbe“ des Burggymnasiums Wettin und wurde von etwa 500 Schülern bestaunt.

Heute sehen Sie individuelle Emotionen und Eindrücke, welche mit Hilfe von Recherchen unter anderem in der Gedenkstätte Bernburg vertieft wurden.

Nachhaltig wurde unser Denken durch das Zeitzeugengespräch mit Igor Malitzki aus der Ukraine, ehemaliger Häftling in Auschwitz, geprägt.

Er lehrte uns, erlebte Geschichte als Erinnerungsgeschichte - diese bildet den Eckpfeiler der Arbeit der Schulen ohne Rassismus Schulen mit Courage in Sachsen-Anhalt, zu nutzen.

Zwei weitere SOR Schulen, das Domgymnasium Merseburg und die Sekundarschule Mücheln unterstützten den weiteren Ausgestaltung der Ausstellung.

Mit ihrer Hilfe konnten wir am 14.04.2018 die Ausstellung „Treblinka - Hölle auf Erden“ in der Willi-Sitte-Galerie in Merseburg eröffnen.

Anwesend waren an diesem Tag der polnische Botschafter in Deutschland und der Bildungsminister Sachsen-Anhalts, welche ihre Anerkennung aussprachen.

Darauffolgend sprach der Direktor der Gedenkstätte Dr. Kopòwka die Bitte aus, die Ausstellung hier in der Gedenkstätte in Polen zeigen zu dürfen.

In Absprache mit allen Autoren waren wir uns schnell einig, dass diese Bitte genau unserem Anliegen der Multiplikation entspricht.

Mit einer internationalen Öffentlichkeit aus Israel, den USA und Großbritannien hätten wir wirklich nicht gerechnet.

Mit dem heutigen Tag wird uns eine große Ehre zuteil.

Heute wollen wir die Ausstellung offiziell eröffnen und können mit Stolz sagen, dass wir mit unserer Spurensuche gegen das Vergessen ein besonderes Zeichen gesetzt haben.

Wir möchten Dr. Kopòwka mitteilen, dass die Autoren der Ausstellung, alles ehemalige Schüler aus Wettin, sich entschieden haben, dass alle Exponate dauerhaft in den Besitz der Gedenkstätte Treblinka übergehen werden. Hier erfüllen sie den Zweck, für welchen wir sie angefertig hatten.

 

Vielen Dank Ihnen/euch allen hier an diesem Ort in Polen


Datum: 16.09.2018

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