Geschichtswerkstatt Merseburg
Bildung & Engagement

Bildung & Engagement

Unsere Arbeit als Organisation dient keinem Selbstzweck. Neben der fachlich-methodischen Beschäftigung mit der Zeitgeschichte dient sie der Herausbildung und Weiterentwicklung zivilgesellschaftlicher Strukturen im Saalekreis.

 

Wir wollen Aktionen, Projekte, Exkursionen und gemeinsame Seminare dazu nutzen, um Weltoffenheit, Toleranz, Fremdenfreundlichkeit und Demokratieverständnis entwickeln zu helfen. Wir wollen gemeinsam mit kompetenten Partnern aufklären, Tendenzen und Fakten neonazistischer, antisemitischer und fremdenfeindlicher Gruppierungen transparent machen und gemeinsam demokratische Aktionen organisieren. Wir organisieren Seminare, Workshops, Exkursionen und Infostände zu unserer Arbeit und Projekten mit Partnern (z.B. Zeitensprünge).

 

Wir unterstützen das Konzept LOKALER AKTIONSPLAN (LAP) für Demokratie und Toleranz im Saalekreis und sind selbst ein Baustein davon. Als Servicestelle Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage beraten und begleiten wir Schulen auf dem Weg zum Titel und im schulischen Demokratiealltag. 2013 beteiligen wir uns an der Initiative respekt! – kein Platz für Rassismus.

Geschicht(en) in Vielfalt auch in Sachsen-Anhalt

Wir beteiligen uns seit Ende vergangenen Jahres an der Programmlinie „Geschicht(en) in Vielfalt“ der Stiftung EVZ.  Mit dem Projekt: Zwischen den Stühlen – Erinnerung(en) und Identität von Spätaussiedlern wollen wir zur Transparenz der Zeitgeschichte beitragen. Die Geschichte des II. Weltkrieges vernachlässigt in ihrer Darstellung das Schicksal dieser Minderheit in der Zeit der Besatzung ab 1941 bis zum Tode J. W. Stalins.

Nach einer intensiven Vorbereitungs-, Recherche- und Gesprächsphase mit Familien und Einzelpersonen von Spätaussiedlern sind wir nun in der Phase des Dialoges und der Vertiefung Kontakte. In den ersten 3 offiziellen Gesprächen mit Spätaussiedlergruppen wurden das Interesse, aber auch eine Zurückhaltung deutlich. In Gesprächen mit Frau W., Frau A. und Frau W2 hörten wir immer wieder das Argument, dass die Erinnerung an diese Zeit schmerzhaft sei. Zögerlich wurden dann erste Familienbilder, Geburtsurkunden, Kirchendokumente und Passierscheine mitgebracht. Um das Gefühl der Gemeinsamkeit zu verstärken, besuchte eine Gruppe von 15 Personen (gemischte Generationen von Spätaussiedlern und Teammoderatoren) in Leipzig die Ausstellung GULAG im Zeitgeschichtlichen Museum. Es war so, als tauchten die älteren Menschen in ihre Kindheit ein. Dokumente, Bilder und Gegenstände in der Ausstellung erfüllten ihren Zweck der Anregung von eigener Erinnerung. Orte, Namen, Daten – alles führte immer wieder zu Bildern im Kopf. Eine Reflektion des Besuches wird dann in ein Dialogforum eingebettet, in welchem der Besuch mit der eigenen Erinnerung verknüpft wird – dem Grundkonzept des Projektes. Fotos von den Begegnungen und Dokumenten wird später zu einer Ausstellung gestaltet. Wir danken von allem für das Vertrauen!

 

Peter Wetzel - Koordinator                  


Datum: 19.07.2014

Aktionen & Termine

vom 19.11.2018

Ausstellung in Treblinka aus dem Saalekreis

Eine Schülerausstellung aus Sachsen-Anhalt wird in KZ-Gedenkstätte in Polen...

vom 17.11.2018

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Dss Buch Kinder des Krieges ist nach nunmehr fast zwei Jahren erschienen. Am 2. November und am 8. November...

Unsere Arbeit wird gefördert durch:

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